Erkenntnisse aus meiner „Hypnose-Forschungsarbeit“
Was ich bisher im Rahmen meiner „Hypnose-Forschungsarbeit“ durch die Aussagen und Erlebnisse meiner Probanden erfahren durfte, hat zu einer Reihe interessanter Beobachtungen und Hypothesen geführt. Die folgenden Punkte geben wieder, was sich in den Sitzungen gezeigt hat und wie ich diese Erfahrungen derzeit interpretiere. Sie erheben keinen Anspruch auf wissenschaftliche Beweisbarkeit oder allgemeingültige Wahrheit. Nicht jeder nimmt nach dem vermeintlichen Ausscheiden aus dem Körper ein Licht wahr. Manchmal werden ein Fluss, ein Tor oder ein beziehungsweise mehrere Tunnel als Übergang beschrieben. Kinder oder Babys, die früh verstorben sind, werden in manchen Sitzungen als weiterwachsend wahrgenommen. Es zeigt sich nicht immer die Vorstellung, dass die Seele sich ihren Körper aussucht. In einigen Sitzungen entstand vielmehr das Bild, dass auch ein Körper nach einer bestimmten Seele „rufen“ und sie gewissermaßen auswählen könnte. Das Licht, von dem viele berichten, wird unter anderem als weiß oder lilafarben beschrieben. Manche Menschen scheinen während einer Hypnose in einen Zustand zu gelangen, in dem sie sich als Medium erleben und von Kontakten mit Verstorbenen oder anderen Wesenheiten berichten. In einigen Sitzungen entstand der Eindruck, die Seele kenne bereits die Anzahl ihrer bevorstehenden Wiedergeburten. Ebenso zeigte sich die Vorstellung, dass eine Seele von außen beeinflusst oder manipuliert werden könne. Geschieht dies wiederholt von Leben zu Leben, könnte sie sich – innerhalb dieses Modells – zunehmend von ihrer eigenen Wahrheit und Göttlichkeit entfernen und beginnen, äußere Einflüsse für ihre eigene Wahrheit zu halten. Ein weiteres wiederkehrendes Motiv ist die Vorstellung, dass die Seele weiß, welche Menschen aus vergangenen Inkarnationen sich gleichzeitig mit ihr auf der Erde befinden. Die Seele erscheint in meinen bisherigen Sitzungen als unteilbar. Dies widerspricht der in Teilen der Esoterik vertretenen Vorstellung, eine einzelne Seele könne sich gleichzeitig auf verschiedene Körper aufteilen.
In einigen Sitzungen entstand das Modell, dass beim Tod des Körpers nicht nur die Seele den physischen Körper verlässt, sondern auch feinstoffliche Körper sowie Aspekte des Bewusstseins und der Persönlichkeit erhalten bleiben. Auch Chakren werden innerhalb dieses Modells mit den feinstofflichen Ebenen in Verbindung gebracht. Beim Eintritt in einen neuen Körper würden diese Informationen gewissermaßen wieder „übergestreift“ und übertragen. Die Seele müsste demnach nicht bei null beginnen, sondern könnte ihre Entwicklung dort fortsetzen, wo sie zuvor aufgehört hat. Ich bezeichne diese Vorstellung für mich als „komprimiertes Karma“. Nach diesem Modell wäre es nicht die Seele selbst, die Karma auf- oder abbaut. Vielmehr wären es Informationen und Erfahrungen, die in Persönlichkeit, Bewusstsein und den angenommenen feinstofflichen Strukturen gespeichert sind und weitergetragen werden. Doch genau hier entsteht für mich eine entscheidende Frage: Wenn Informationen tatsächlich übertragen werden – warum erleben wir dann immer wieder eine Schleife des Vergessens?Diese mögliche Informationsübertragung könnte innerhalb dieses Modells auch eine Erklärung für Berichte über ungewöhnliche Narben, Muttermale oder andere körperliche Merkmale bieten, die von manchen Menschen mit vermeintlichen früheren Leben in Verbindung gebracht werden. Ob tatsächlich ein ursächlicher Zusammenhang besteht, bleibt offen.
Nach den in meinen Sitzungen entstandenen Modellen könnten verschiedene feinstoffliche Ebenen eigene „Ich-Instanzen“ und Erinnerungen an Erfahrungen tragen. Dadurch könnten unterschiedliche Reaktionen auf Menschen, Orte oder Ereignisse entstehen – beispielsweise unerklärliche Sympathie oder Antipathie. Je nach Intensität könnte eine Erfahrung mehrere dieser angenommenen Ebenen durchdringen – ähnlich wie ein Tropfen Wein, der durch mehrere Stoffschichten sickert.
In einigen Sitzungen wurde beschrieben, dass Seelen Verstorbener, die Angst vor dem „Weitergehen“ haben oder orientierungslos erscheinen, versuchen könnten, auf lebende Menschen Einfluss zu nehmen oder sich an sie zu binden. Auch Berichte über feindselig oder manipulativ wahrgenommene Verstorbene tauchen auf. Ihnen wird innerhalb solcher Erfahrungen zugeschrieben, Konflikte verstärken und emotionale oder mentale Prozesse beeinflussen zu können. Ob solche Wahrnehmungen tatsächlich auf eigenständige nicht-physische Wesen zurückzuführen sind oder andere Ursachen haben, lässt sich aus einer Hypnosesitzung allein nicht feststellen.
Der „freie Wille“ erscheint in diesem Modell nicht nur als bloße Entscheidung, sondern als Erkenntnis des Bewusstseins. Daraus entsteht eine bewusste Willensausrichtung, die sich auf das weitere Handeln auswirkt. Die Seele verfügt nach dieser Vorstellung über die „Werkzeuge“ des Handelns, benötigt jedoch klare innere Impulse. Fehlen diese, verhält sie sich gegenüber dem Erlebten eher passiv.
In einzelnen Berichten entstand die Vorstellung, dass eine intensive Wahrnehmung unmittelbar vor dem Tod in einer vermeintlich späteren Inkarnation eine unerklärliche Reaktion auslösen könnte. Als Beispiel: Nimmt ein Mensch unmittelbar vor seinem Tod Erdbeeren wahr, obwohl diese nicht die Todesursache waren, könnte sich innerhalb dieses Modells eine Verknüpfung bilden: Erdbeere = Gefahr beziehungsweise Tod. Ob daraus tatsächlich körperliche Reaktionen oder gar Allergien entstehen können, ist damit nicht belegt. Das Beispiel beschreibt eine Hypothese, die sich aus solchen Sitzungen ergeben hat.
Die in den Sitzungen beschriebenen Seelen und Wesenheiten erscheinen außerordentlich vielfältig. Manche werden in einer Art „Zwischenzustand“ wahrgenommen und verhalten sich ähnlich wie menschliche Seelen. Daraus ergibt sich für mich die offene Frage, ob es im Universum neben den uns bekannten Formen von Materie und Leben möglicherweise weitere Formen von Bewusstsein oder beseeltem Leben gibt.
In einigen Sitzungen wurde von Seelen berichtet, die sogenannte „Pakte“ geschlossen hätten und durch energetische „Kennzeichnungen“ erkennbar seien. Innerhalb dieser Erfahrungen wurde die Vorstellung vermittelt, dass solche Bindungen durch tiefe Reue und die Gnade des Schöpfers gelöst werden könnten. Auch im sogenannten Zwischenzustand könne eine ursprünglich wohlwollende Seele nach diesen Berichten durch manipulative Einflüsse getäuscht oder in die Irre geführt werden. In manchen Fällen entstand dabei das Bild einer Seele, die einen anderen Weg einschlägt als ursprünglich vorgesehen. Ein wiederkehrendes Empfinden, das damit verbunden wurde, lautet:„Das ist nicht mein Leben.“ Was davon symbolische Sprache des Unterbewusstseins, persönliche Erfahrung oder Hinweis auf eine uns noch unbekannte Wirklichkeit ist, kann ich nicht abschließend beantworten. Genau deshalb forsche und frage ich weiter.
„Lass dir von niemandem einreden, wer du sein sollst. Erinnere dich daran, was du wirklich bist - denn so wie du bist, bist du großartig.“